Die Gemmi kennen viele als Tagesausflugsziel — hoch mit der Bahn, kurz gucken, wieder runter. Wer weiterläuft, betritt eine der einsamsten Hochebenen der Nordalpen. Der Lämmerenboden liegt hinter dem Daubensee, umschlossen von Wildstrubel, Balmhorn und Rinderhorn.
Wie die Tour geht. Start mit der Gemmi-Bahn von Leukerbad. Oben angekommen führt der Weg zunächst leicht ansteigend am Daubensee entlang — im türkisfarbenen Wasser spiegeln sich die Umgebungswände. Nach dem See beginnt die eigentliche Wanderung: rund 12 Kilometer, moderater Höhenunterschied, 4½ Stunden gesamt. Der Weg zieht durch eine karge, steinige Hochebene. Keine Bäume, kaum Vegetation, nur Fels und Geröll.
Der Moment der die Tour macht. Etwa in der Mitte des Weges eine Anhöhe, von der aus du zum ersten Mal den ganzen Lämmerenboden überblickst — im Hintergrund die Wände des Wildstrubel.
Wer weitermag. Am Ende des Lämmerenbodens steht die Lämmerenhütte SAC. Wer dort einkehrt, kann eine Nacht bleiben und am Morgen weiter zum Wildstrubel. Oder gleich zurück den gleichen Weg.
Was du wissen musst. Mittlere Schwierigkeit, aber Kondition erforderlich. Wetter kritisch: bei Nebel wirklich abbrechen. Ausrüstung: feste Schuhe, warme Zusatzschicht (auch im Sommer 5–10 Grad kühler als im Tal), Sonnenschutz, mindestens 1,5 L Wasser. Bahnfahrplan: Sommer 08:00–18:00 (verifiziert via gemmi.ch), letzte Bergstation-Talfahrt gegen 18:00 — vor Tour aktuell prüfen.
Danach. Die Höhe und die karge Landschaft ermüden mehr als klassische Berg-Wandertouren. Genau darum ist das anschliessende Bad so gut. 44 Grad, in die tiefen Muskeln.
Lämmerenboden auf leukerbad.ch · Gemmi-Bahnen (Fahrplan) · Lämmerenhütte SAC
Weiterführende Info
Nach der Tour: warm ankommen.
Ein Aufstieg wärmt die Beine. Danach warten 4 Thermalbecken bei 36–44 °C und ein Kaltbecken — für Hotelgäste inklusive, ohne Reservation.